Auslandsstudium Erfahrungen mit der Deutschen Bildung: Finance-Studium in Schweden

Nicholas Moritz hat auf sein Bauchgefühl gehört und sich für ein komplettes Auslandsstudium in Schweden entschieden. Finanziert hat er seinen Traum mit der Studienfinanzierung der Deutschen Bildung. Hier berichtet er ganz exklusiv von seinen Erfahrungen.

Was hast du studiert und warum hast du dich für diesen Studiengang entschieden?

Ich studiere Accounting, Valuation & Financial Management als M.Sc. im ersten Jahr an der Stockholm School of Economics. Im Bachelor habe ich ein eher generisches BWL-/International-Management-Studium in Hamburg absolviert. Das war zwar sehr abwechslungsreich, hat mir aber keine Wahl- und Vertiefungsmöglichkeiten gegeben. Deshalb habe ich mich nach einer deutlichen Spezialisierung gesehnt und bin froh, sie an der SSE gefunden zu haben. Vor allem der Fokus auf Unternehmensbewertung gefällt mir sehr – dort habe ich in einem Gap Year ein Praktikum bei PwC gemacht. Trotzdem bleibt mir eine große Bandbreite an Tätigkeitsfeldern nach dem Abschluss übrig. Das beinhaltet das meiste, was man als M.Sc. in Finance beginnen kann (Consulting, Investment Banking, Private Equity, Venture Capital, etc.), gibt einem mit einem Accounting-Hintergrund aber noch eine Differenzierungsmöglichkeit.

Schweden: Natur, Kultur und kanelbullar

Warum hast du dich dazu entschieden, dein Studium im Ausland zu absolvieren? Wie fiel die Wahl auf Schweden?

Wie bei vielen, die zwischen Anfang 2020 und Ende 2021 einen Austausch machen wollten, ging mein Auslandspraktikum in London im März 2020 wegen Covid in die Hose. Zwar konnte ich mein Studium ohne große Probleme abschließen, allerdings habe ich es im Nachhinein bedauert, dass ich kein Auslandssemester gemacht habe. Dass ich das im Master nachholen wollte, war klar. Irgendwann kam dann der Punkt für mich, an dem ich überlegt habe, dass der Schritt in ein ganzes Auslandsstudium auch gar nicht mehr so groß sei. Das war wiederum eine Weiterentwicklung für mich, da ich sehr heimatgebunden und zu Beginn meines Bachelors noch alle 2-3 Wochenenden in die Heimat gefahren bin. Mittlerweile kann ich sagen, dass sich der Schritt nicht mehr so groß anfühlt und meine Ängste ein gutes Stück weit unbegründet waren.

Warum Schweden? Das wurde ich als internationaler Student auch in den Intro Weeks im August häufig gefragt. Schweden ist ein unglaublich schönes Land. Fährt man 20 Minuten aus Stockholm heraus, ist man in einem Archipel von 30.000 Inseln – eine schöner als die andere. Ich bin auf einer Halbinsel an der Ostseeküste aufgewachsen, daher ist die Nähe zum Wasser und zur Natur ein großes Plus für mich. Ich habe auch mehrere Urlaube und einen Schüleraustausch in Schweden verbracht. Daneben ähnelt Stockholm zu einem großen Teil Hamburg, wo ich mich ebenfalls sehr wohlgefühlt habe. Zwar bekommt man eher keinen Kulturschock, wenn man das erste Mal schwedischen Boden betritt. Dennoch lassen sich die schwedischen kulturellen Eigenheiten sehr gut aushalten – z. B. das klassische Fika, also zelebrierte Kaffeepausen mit sehr leckeren Zimtschnecken (kanelbullar).

Zu guter Letzt bleiben da noch die nicht vorhandenen Studiengebühren. Das gilt für alle EU-Bürger, auch wenn die SSE eine der wenigen privaten Universitäten des Landes ist. Schweden legt einen sehr hohen Wert auf Bildung, dementsprechend hoch ist die Qualität der Lehre.

Welche Station oder welches Erlebnis während deines Auslandsaufenthalts ist dir besonders in Erinnerung geblieben?

Besonders die Intro Weeks sind mir sehr im Gedächtnis hängen geblieben. Die Student Association an der Uni hat dort sehr viele Events organisiert, damit sich die Studierenden gut einfinden, viele Leute kennenlernen und direkt jede Menge Spaß haben. Von den 300 Masterstudenten, die im August in die 5 Programme gestartet sind, habe ich bestimmt 150 die Hand geschüttelt und mich vorgestellt. In den nächsten Wochen hieß es dann, Memory mit Namen und Gesichtern zu spielen oder nochmal höflich nachzufragen, zumal man sich nicht alle merken konnte.

Zum Abschluss der Woche gab es ein großes Bankett, das an schwedischen Unis gern zu besonderen Anlässen ausgerichtet wird und zur studentischen Kultur rund um die Student Association gehört. Das war ein absolutes Highlight, bei dem sich alle 200 Anwesenden fein rausgemacht und einen unglaublichen Abend miteinander gefeiert haben. Nicht einmal der Präsident der SSE ließ es sich nehmen, sich per Teams dazuzuschalten und gemeinsam mit den Studierenden die Hymne der Uni anzustimmen. Ansonsten wird übrigens viel ABBA und Avicii gehört und gesungen.

Auslandsstudium in Schweden: Lernen mit den Jahreszeiten

Was sind die größten Unterschiede zum Studium bzw. Studileben in Deutschland?

Umso weiter man in Schweden nach Norden kommt, desto mehr ist das Leben nach den Jahreszeiten ausgerichtet. Die Winter sind recht kalt und dunkel, die Sommer bieten dafür quasi unendlich viel Sonne an langen Tagen. Die meisten Schweden nehmen ihren Jahresurlaub im Juli und August und beginnen dann eine langgezogene große Feier. Im Winter wird dafür sehr viel gearbeitet („Was soll man auch sonst tun an so kurzen Tagen?“ ist da die Devise.) An diesen Rhythmus ist auch das Studienjahr angepasst.

Das Fall Term startet Ende August und geht ca. bis Weihnachten. Das Spring Term setzt im Januar an und zieht sich nur bis Ende Mai. Darauf folgen 3 Monate Semesterferien, in denen man den schwedischen Sommer genießen kann und sollte. Beachten muss man auch, dass deshalb auch die Bewerbungsfristen für Bachelor- und Master-Studiengänge schon recht früh liegen – meistens Ende Januar.

Daneben ist jedes Semester in 2 Hälften unterteilt, in denen man 2 (bis 3) Kurse parallel hat. Meine ersten Prüfungen habe ich also schon im Oktober geschrieben, als sich in Deutschland die Studierenden in die ersten Vorlesungen begeben haben. Ich finde das schwedische allerdings das bessere Modell. Das Semester ist weniger endgeladen und man lernt mehr, wenn man sich nur auf 2 Kurse auf einmal fokussiert. Dafür waren gerade die Anfangswochen sehr intensiv, da man sich erst einmal an das gegenüber Deutschland gesteigerte Tempo gewöhnen muss.

Hast du je an deinem Weg gezweifelt? Falls ja, wie hast du dich selbst wieder „auf Spur“ gebracht?

Grundsätzlich denke ich recht häufig und lang über Entscheidungen nach. Auch für den Schritt, mein gesamtes Studium und nicht nur ein Semester in Schweden zu absolvieren, habe ich recht lang gebraucht. Dafür war das Gap Year sehr hilfreich, das ich zwischen Bachelor und Master eingelegt habe. Wenn ich bei meiner Entscheidungsfindung Hilfe brauchte, hat es mir geholfen, mich mit den Menschen um mich herum auszutauschen: meiner Familie, meinen Freunden, Kommilitonen und Kollegen. Aus dem Input ergab sich bei mir ein Bauchgefühl, das irgendwo zwischen den gesammelten Meinungen lag.

Gerade für mich war es in dieser Hinsicht wichtig, nicht alles rational zu durchdenken oder die nächste Pro-Contra-Liste zu erstellen. Gerade die Vorstellung, wie (schön) das Leben in Schweden sein könnte, und dass/ob es Potenzial hat, mir zu gefallen, war wohl der wichtigste Grund, aus dem ich mich mit meiner Entscheidung wohlgefühlt habe. Man sollte sich meiner Ansicht nach weniger von seinen Ängsten leiten lassen, da sich im Nachhinein oft herausstellt, dass vieles unbegründet war. Wenn man sich Sorgen macht, dann meistens über Szenarien, die letzten Endes gar nicht eintreten.

Erfahrung mit der Studienfinanzierung mit der Deutschen Bildung: Schutz vor Überschuldung

Wie bist du auf die Deutsche Bildung Studienfinanzierung aufmerksam geworden? Warum hast du dich für unser Angebot entschieden und welche Erfahrungen hast du gemacht?

Die Studienfinanzierung von Deutsche Bildung habe ich recht pragmatisch über Google-Suche gefunden. Auch wenn Studieren in Schweden nichts kostet, ist es mit hohen Lebenshaltungskosten verbunden – gerade in Stockholm. Für Lebenshaltungskosten gibt es oftmals keine Stipendien (weder von deutschen noch schwedischen Trägern), da diese eher auf Studiengebühren abzielen. Das ist ein Nachteil, wenn man nicht in Deutschland immatrikuliert ist. Schwedische Studienförderung bekommt man erst, wenn man schon 2 Jahre in Schweden lebt oder mehr als 10 Stunden pro Woche arbeitet. Auslands-BAföG von deutscher Seite sollte man prüfen lassen, allerdings wurde mein Antrag leider abgelehnt.

Somit sind die Möglichkeiten manchmal ein wenig beschränkt, allerdings hätte ich mich nicht aus Alternativlosigkeit für die Studienfinanzierung entschieden. Insgesamt finde ich das Angebot von Deutsche Bildung eine gute Möglichkeit, um mehr aus seinem Studienleben zu machen, ohne nach dem Start ins Berufsleben übermäßig Gefahr zu laufen, die Studienfinanzierung nicht zurückzahlen zu können. Zudem habe ich das Gefühl, nicht als eine Kundennummer im SAP-System eines Kreditinstitutes, sondern als individuelle Person wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden.

Deutsche Bildung Academy: Für jeden etwas dabei

Welchen Mehrwert hat die Academy für dich? Welche Angebote hast du bereits genutzt und was waren deine Favoriten?

Zunächst einmal finde ich es sehr wichtig, sich mehr mit den eigenen Weiterbildungsmöglichkeiten neben dem fachlichen Studium zu beschäftigen. Lernen hört niemals auf. Das Angebot der Academy ist dahingehend sehr wertvoll und bietet eine Reihe Möglichkeiten, von denen man sich gemäß den eigenen Interessen etwas auswählen kann. Ich hatte das Glück, bereits während meines Bachelors viele ähnliche Angebote von meiner damaligen Uni wahrnehmen zu können. Daher habe ich die Academy noch nicht so genutzt, wie ich es könnte und es nützlich wäre. Allerdings freue ich mich schon auf das Recruiting-Webinar Anfang März, an dem ich teilnehmen werde.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Du möchtest mehr über das Auslandsstudium in Schweden erfahren und dich mit Nicholas persönlich austauschen? Schreib uns eine Mail an info@deutsche-bildung.de. Wir stellen gerne den Kontakt her!

Ich befinde mich gerade im Bewerbungsprozess für ein Auslandssemester in Sydney, kann mir aber auch gut vorstellen, die 2 Jahre durchgängig in Stockholm zu verbringen. Nach der Masterthesis steht für mich die Frage an, ob ich nach Ende meines Masters in Schweden bleiben oder nach Deutschland zurückkommen möchte. Stand jetzt kann ich mir sowohl Stockholm als auch Hamburg gut als Wohnort vorstellen.

Ich habe jedoch während der letzten 3 Jahre gelernt, dass es nicht viel bringt, zu sehr im Voraus zu planen. Es kommt mit Sicherheit anders, als man es sich vorgestellt hat. Das war für mich eine wichtige Erkenntnis, die ich zu Beginn des Bachelorstudiums noch nicht hatte. Ich finde es daher nützlich, eine Idee für eine Richtung zu haben, aber trotzdem offen zu sein für alle Abfahrten, die sich auf dem Weg noch bieten.

Du träumst von einem Auslandsstudium, aber weißt nicht, wie du es finanzieren sollst? Die Deutsche Bildung Studienfinanzierung finanziert sowohl ganze Studiengänge als auch einzelne Auslandssemester und Sprachreisen. Mit unserer Academy begleiten wir dich darüber hinaus auf deinem Weg in den Job. Jetzt unverbindlich bewerben und Finanzierungsangebot einholen.

 

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