Die Finanzfrage Inflation: Was ist das eigentlich?

Alles wird immer teurer. Das merken ganz besonders Studierende und Geringverdiener. Ein Ende ist nicht in Sicht – die steigenden Energiepreise lassen vielmehr einen besonders harten Winter vermuten. Das Reizwort lautet: Inflation. Wir erklären, was es damit auf sich hat. 

Ganz kurz und knapp: Inflation bedeutet, dass die Preise immer weiter steigen und der Wert des Geldes geringer wird. Ökonomen sprechen von der allgemeinen Preissteigerung in der Marktwirtschaft, über einen bestimmten Zeitraum betrachtet. Grundsätzlich ist das gut für die Wirtschaft: Moderat steigende Preise ermutigen nämlich Verbraucher und Unternehmen, Investitionen besser heute als morgen zu tätigen. Die Wirtschaft wächst.  

Aus diesem Grund versucht die Europäische Zentralbank, das Preisniveau stabil zu halten – was bei einer Inflationsrate von knapp unter 2 Prozent passiert. In der Vergangenheit hat Deutschland dieses Ziel meist mustergültig erfüllt:  Über die letzten 40 Jahre lag die durchschnittliche Inflationsrate hierzulande bei 2,2 Prozent.  

Teuerungsrate auf Rekordniveau 

Aktuell ist leider alles anders: Durch Energieknappheit und Lieferkettenengpässe in Folge des Ukrainekonflikts steigen die Verbraucherpreise rapide an. Die Inflationsrate in Deutschland liegt momentan bei unglaublichen 7,6 Prozent (Stand: Juli 2022). Die Bundesbank prognostiziert einen Jahresdurchschnitt von 7,1 Prozent. Preistreiber sind vor allem Energie (+ 35,7 Prozent), Waren (+ 14,1 Prozent) und Nahrungsmittel (+14,8 Prozent). 

Studierende als Verlierer:innen 

Was für die arbeitende Bevölkerung schon eine echte finanzielle Herausforderung darstellt, ist gerade für Student:innen kaum zu stemmen. War die Finanzierung des Studiums früher schon eher spitz auf Knopf genäht, wird sie für viele jetzt zur existenziellen Frage. Besonders bitter: Die gerade beschlossene Bafög-Erhöhung um fünf Prozent wird von der derzeitigen Inflationsrate direkt wieder aufgefressen. Gleichzeitig steigen die Mieten, es drohen hohe Nebenkostennachzahlungen und im Supermarkt landen für das gleiche Geld immer weniger Produkte im Einkaufswagen.  

“Student:innen werden viel zu wenig ernst genommen” 

Für Anja Hofmann, Vorstandsmitglied der Deutschen Bildung AG, müssen Politik und Gesellschaft mehr dafür tun, um Studierende durch diese herausfordernde Zeit zu begleiten – damit in wenigen Jahren nicht das nächste Problem durch Fachkräftemangel droht.  

Anja Hofmann

Anja Hofmann

Mitglied des Vorstands Deutsche Bildung AG

Student:innen werden viel zu wenig ernst genommen – gerade diejenigen, für die Studienfinanzierung eine existenzielle Rolle spielt. Das mag daran liegen, dass viele Entscheider:innen und Meinungsmacher:innen in unserer Gesellschaft keine Geldprobleme haben und ihre eigenen Kinder frei von Geldsorgen ein Studium finanzieren können. Vielleicht liegt es auch an falsch-romantischen Vorstellungen vom „lustigen Studentenleben mit wenig Geld“. Doch das geht völlig an der Realität sehr vieler Student:innen vorbei.

Über Studienfinanzierung reden 

Deine finanziellen Sorgen wachsen dir über den Kopf? Du hast Angst, dein Studium abbrechen zu müssen? Damit bist du nicht alleine – fast jede:r dritte Student:in ist mittlerweile von Armut betroffen. Wichtig ist, über das Problem zu reden. Mit anderen Betroffenen, Eltern, Studienberater:innen. Vielleicht kann dir deine Familie kurzfristig finanziell unter die Arme greifen? Oder du bewirbst dich auf ein Stipendium. Die Hürden sind gar nicht so hoch, wie du meinst. Deutschlandweit gibt es mehr als 2.500 verschiedene Stipendiengeber:innen, die nach über 40 Vergabekriterien filtern – etwa Beruf, Geburtsort, Eltern oder Studienfach. Eine entsprechende Suchmaschine findest du auf mystipendium.de. Auch der KfW-Studienkredit bietet günstige Konditionen. 

Nachhaltige Studienfinanzierung mit der Deutschen Bildung 

Umgekehrter Generationenvertrag!?

Wir sind fest davon überzeugt, dass mehr Bildungschancengerechtigkeit zu einer besseren Welt führt. Wie der umgekehrte Generationenvertrag dazu beiträgt, jungen Menschen uneingeschränkten Zugang zu ihrem Traumstudium zu ermöglichen, erfährst du auf unserem Youtube-Kanal. 

Du möchtest in deine Zukunft investieren und gleichzeitig andere Student:innen unterstützen? Dann könnte die Studienfinanzierung der Deutschen Bildung eine Alternative für dich sein. Sie funktioniert nach dem Prinzip des Umgekehrten Generationenvertrags: 

Social Impact Investor:innen geben Geld in den Kreislauf des Deutsche Bildung Studienfonds. Dieser Studienfonds ermöglicht es Nachwuchs-Akademiker:innen wie dir, das Studium zu finanzieren. Mit deiner Rückzahlung unterstützt du die nächste Generation Studierende und gibst ihnen die gleiche Chance Studium, die auch du bekommen hast. Damit du noch erfolgreicher durchstartest, wirst du in der Deutsche Bildung Academy trainiert, gecoacht und mit der Community vernetzt.   

Was du dafür machen musst? Dich unkompliziert und ohne Fristen online bewerben: www.deutsche-bildung.de/bewerbung 

 

 

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